Am 5.Mai 2021 begann für die Klima-Uhr eine neue Zeitrechnung:

Die Hintergründe des Erdüberlastungstages (oder Earth Overshoot Day) haben wir hier ausführlich beschrieben.

Aber weil die Geschichte der eigentlichen Klima-Uhr-Aktion durch die Corona-Pandemie etwas unterging, wollen wir den Eintrag aus dem Spätsommer 2020 nicht im Archiv versenken, sondern hier weiterleben lassen:



Im Februar 2020 tauchte im Pförtnerhaus hinter dem Hauptgebäude der Humboldt-Uni eine seltsame Uhr auf. Oder besser: Ein Zähler. Zunächst liefen die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden rückwärts, aber schon nach wenigen Tagen war der Countdown vorbei, die Null-Zeit erreicht.

Pförtnerhaus der HU mit Klimauhr

Ab dem 15. März 2020 begann die Klima-Uhr vorwärts zu laufen. Damit war der Zeitpunkt markiert, an dem Deutschland für das Jahr 2020 bereits sein CO2-Budget ausgeschöpft hatte. Darauf wollten Wissenschaftler*innen der Humboldt-Universität gemeinsam mit den Scientist-for-Future aufmerksam machen. Katrin Neuhaus, eine der Initiatorinnen, berichtet im Video von der Aktion.

Weil aber eine Klima-Uhr allein noch nicht für klimafreundliches Verhalten sorgt, hat eine Gruppe von Wissenschaftler*innen mit einer Selbstverpflichtung dazu aufgerufen, bei Dienstreisen auch die CO2-Bilanz der Verkehrsmittel zu berücksichtigen. Vor allem Kurzstreckenflüge sollen vermieden werden, kündigt Katrin Neuhaus im Interview an.

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