HU hat neues Solardach!


Auf dem Dach der Speicherbibliothek der Humboldt-Universität haben die Berliner Stadtwerke eine Solaranlage installiert. Das Gebäude in der Wissenschaftsstadt Adlershof kann damit künftig fast ein Viertel seines Jahresbedarfs an Strom ökologisch selbst decken. Alles weitere in der HU-Pressemitteilung. Das Foto hat Mathias Völzke/Berliner Stadtwerke kurz vor Fertigstellung der PV-Anlage gemacht.

Wir müssen reden – Agrarsysteme für die Zukunft


Der Verlust an Biodiversität ist neben dem Klimawandel das größte Umweltproblem unserer Zeit. Forscherinnen und Forscher identifizieren die globale Nahrungsmittelproduktion als Hauptverursacher. Könnte die Aquaponik ein Teil der Lösung sein?

Für die Wandertaube war es schon im Jahr 1914 zu spät. Damals starb das letzte Exemplar in einem Zoo in Cincinnati in den USA. Dem Vogel wurden die großflächigen Kahlschläge in seiner nordamerikanischen Heimat und die Jagd zum Verhängnis. Seitdem folgten der Wandertaube unzählige weitere Arten. Täglich sterben etwa 150 Tier- und Pflanzenarten aus. Dieser massive Verlust an Biodiversität bedroht ganze Ökosysteme und ist neben dem Klimawandel das große Umweltproblem unserer Zeit. Fachleute sprechen vom sechsten großen Artensterben in der Erdgeschichte – verursacht von der Menschheit.

Forscherinnen und Forscher der Vereinten Nationen und der Denkfabrik Chatham House haben nun in einer Studie die globale Nahrungsmittelproduktion als Hauptverursacher von Lebensraumzerstörung und Artenschwund identifiziert. Sie warnen davor, dass ohne einen Wandel in den Anbausystemen das Artensterben weiter voranschreiten wird. Damit ist auch das menschliche Wohlergehen gefährdet, das ebenfalls von intakten Ökosystemen abhängig ist.

Die Autorinnen und Autoren nennen drei wirksame Maßnahmen, wie unsere Nahrungsmittelproduktion umweltfreundlicher werden kann: Die Ernährungsgewohnheiten ändern und weniger Fleisch essen, mehr Land für den Naturschutz reservieren und die Landwirtschaft auf Nachhaltigkeit umstellen. Dazu müssten Pestizid- und Düngemittelverbrauch drastisch sinken, der Boden nachhaltig bewirtschaftet und die Anbausysteme vielfältiger und effizienter werden.

Die Wissenschaft sucht nach Lösungen für Agrarsysteme der Zukunft, die nachhaltig sind und zugleich verlässlich und sicher Nahrungsmittel produzieren. An der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei entwickelten Forscherinnen und Forscher dafür das Prinzip der „Aquaponik“ . Das System kombiniert Fisch- und Gemüsezucht und ist dabei ressourcen-, wasser- und emissionssparend.

Könnte die Aquaponik ein Teil der Lösung sein? Diskutieren Sie mit uns.

KOSMOS-Winterkino "Verwobene Welten"


Folge 2 des Kosmos Winterkinos: Prof. Dame Mary Anne Salmond, Anthropologin der University of Auckland und der Humboldt-Universität, die Alexander von Humboldts Idee vom „Netz des Lebens” in Verbindung mit den Philosophien und komplexen Vernetzungen Ozeaniens spricht. Hier der Link.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Humboldt-Jahres zu Ehren Alexander von Humboldts 250. Geburtstag am 09.12.2019 als Abschlusslesung der Kosmos-Reihe aufgenommen und wird nun im KOSMOS-Winterkino mit Kommentaren von Dr. Theresa Frommen und Prof. Dr. Christoph Schneider der #HumboldtUni​​ neu vorgestellt.

KOSMOS Winterkino gestartet - Folge 1: „Humboldts revolutionärer Blick auf die Erde – eine Chance für das Anthropozän“


Ab sofort und an insgesamt acht Donnerstag-Abenden präsentieren wir das KOSMOS Winterkino.

Heute die Kosmos-Lesung von Klimaforscher Wolfgang Lucht vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und der Humboldt-Universität, der über die Chancen von Humboldts Ansatz für die heutige Nachhaltigkeitsforschung spricht..

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Humboldt-Jahres zu Ehren Alexander von Humboldts 250. Geburtstag am 25. April 2019 aufgezeichnet. Wir stellen Sie, ergänzt mit Kommentaren von Dr. Theresa Frommen und Prof. Dr. Christoph Schneider der #HumboldtUni neu vor. In der Veranstaltungsreihe „KOSMOS-Winterkino“ präsentieren wir jeweils eine vergangene Kosmos-Lesung, in der internationale Wissenschaftler:innen verschiedene Themen aus der Lesungsreihe Humboldts aufgreifen und diese aus aktueller Sicht behandeln.

Globaler Klima-Risiko-Index 2021 veröffentlicht


Germanwatch e.V. veröffentlichte heute den "Globalen Klima-Risiko-Index 2021". Drei Punkte: 1. Mosambik, Simbabwe und die Bahamas wurden im Jahr 2019 am stärksten von Extremwetter-Ereignissen betroffen. 2. Zwischen 2000 und 2019 waren die am stärksten betroffenen Länder Puerto Rico, Myanmar und Haiti. 3. Generell: Weniger entwickelte Länder sind stärker betroffen als Industrieländer.
Link zum Bericht von Germanwatch.
Link zum Nachhaltigkeitsziel 13 hier auf humboldts17.de

Neue Expedition online: CUBES Circle


Wie sehen nachhaltige Agrarsysteme der Zukunft aus? Das Projekt CUBES Circle setzt auf Nahrungsmittelproduktion in miteinander verbundenen, kommunizierenden und standardisierten Produktionsmodulen, den sogenannten CUBES. Alle weiteren Details hier...

Und Greta Thunberg twittert: "LIVE from #OnePlanetSummit in Paris: Bla bla nature Bla bla important..." - Das #OnePlanetSummit in Paris


Zum Jahresauftakt: Das One Planet Summit for biodiversity ("There’s no Planet B"), hier in der Berichterstattung der ZEIT, vom Spiegel und in der ARD-Tagesschau.

Hörtipp: Neuer HU-Podcast „Klimaschutz ist am Ende des Tages eine moralische Frage"


Klimageograph Prof. Dr. Christoph Schneider von der Humboldt-Universität geht mit seiner Forschungsgruppe dem Abschmelzen der Gletscher Patagoniens genauso nach wie der Ultrafeinstaubbelastung in Berlin. Die Kernfrage ist stets die gleiche: Wie beeinflussen Menschen das regionale Klima? Welche Wechselwirkungen zwischen sich verändernder Landschaft und Mensch finden statt? Im Podcast spricht Prof. Christoph Schneider über Gletscher auf dünnen Beinen, über die politischen und gesellschaftlichen Kraftanstrengungen, die es braucht, um CO2-neutral zu wirtschaften und darüber, wie man als Wissenschaftler*in nicht den Mut verliert angesichts der oft deprimierenden Forschungsergebnisse. Weitere Informationen und der Podcast hier.

humboldts17.de online


humboldts17.de, das Wissensportal Nachhaltigkeit der Humboldt-Universität zu Berlin, startete am 15.Dezember 2020.

UN-Entwicklungsprogramm UNDP veröffentlicht "Human Development Report 2020"


"Die Klimakrise. Der Zusammenbruch der Biodiversität. Versauerung der Meere. Die Liste ist lang und sie wird immer länger. Und zwar derart, dass viele Wissenschaftler denkeng dass zum ersten Mal nicht der Planet den Menschen formt, sondern der Mensch bewusst den Planeten. Dies ist das Anthropozän - das Zeitalter des Menschen - eine neue geologische Epoche." (Zitat aus dem Human Development Report 2020, veröffentlicht am 15.12.2020). Der Bericht hier (englisch), eine Zusammenfassung der DW hier.

Nachhaltigkeit - ein Modebegriff?


oder: Warum Nachhaltigkeit eine sächsische Idee war...

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ lässt sich zrückverfolgen bis ins Jahr 1713. Erstmals erwähnt wurde er vom sächsischen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz. Als Leiter des Oberbergamtes Freiberg war er für die Holzversorgung des kursächsischen Berg- und Hüttenwesens zuständig. Von Carlowitz erlebte hautnah, welche Unmengen Holz vor allem die Erzgruben und Schmelzhütten des Erzgebirges verschlangen. Und auch die wachsende Bevölkerung verbrauchte immer mehr Holz – zum Heizen, Kochen oder Bauen.

Hans Carl von Carlowitz erkannte, dass die Wälder vor diesem Raubbau geschützt werden mussten, um einen langfristigen Nachschub an Holz zu sichern und so auch den sächsischen Bergbau zu erhalten. Denn die Holzreserven waren keineswegs – wie lange angenommen wurde – unerschöpflich. Von Carlowitz rief seine Zeitgenossen auf, zugunsten der nachfolgenden Generationen umzudenken und die Holzentnahmen mit Aufforstungen auszugleichen. Seine Ideen dazu hielt er in einem Lehrbuch der Forstwirtschaft fest – dem "Sylvicultura oeconomica". Die erste Erwähnung sehen Sie in der Abbildung, mehr über die geschichte in der Rubrik "Nachhaltigkeitsziele".