Vor dem 28. Spieltag: Die Bundesliga der Nachhaltigkeit...


Wir sind jetzt nicht unbedingt die profilierten Fussball-Experten, aber dass der VfL Wolfsburg wohl der nachhaltigste Verein der Bundesliga ist, hätte die durchschnittliche Sportredaktion wohl auch nicht geahnt. Dies (und auch die Platzierung der beiden Berliner Vereine im Mittelfeld hat zumindest diese Erhebung ergeben. Und damit ein nachhaltiges, spannendes und hoffentlich gesundes Wochenende!

Brandenburg einsparen? WWF-Studie zu "Ernährung in planetaren Grenzen" veröffentlicht


Wenn die Bundesbürger ihren Fleischkonsum halbieren würden (auf 470 Gramm/Woche), würden in der Landwirtschaft pro Jahr 56 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. Und: - Achtung! - der Flächenbedarf würde um fast 3 Millionen Hektar sinken- gut die Grösse des Bundeslandes Brandenburg. So steht es in der am 7. April veröffentlichten WWF-Studie Noch höhere Einsparungen seien bei einer vegetarischen oder veganen Ernährung möglich. Eine weitere mögliche Alternative in naher Zukunft beschreiben wir in unserer Expedition CUBES Circle

Die Suche nach der sauberen Künstlichen Intelligenz und dem nachhaltigen Rechenzentrum...


Einerseits helfen digitale Technologien dabei,. die Nachhaltigkeitsziele (SDG) zu erreichen. Andererseits aber verschlingen die Computersysteme selbst immense Energiemengen in den unzähligen Geräten, Rechenzentren, Anwendungen und globalen Netzwerken. Wie lässt sich dieser Carbon Footprint effektiv reduzieren? Die Leitprinzipien heissen algorithmische Effizienz und Sustainability by Design. clean-IT: Auf dem Weg zu nachhaltigen digitalen Technologien heisst der neue Kurs von openHPI, der aus dem klassischen MOOC mit Selbsttests und Zertifikaten herausfällt. Das clean-IT Forumversteht sich als die internationale Plattform zum Austausch von Ideen, aktuellen Forschungsergebnissen und Anwendungen, um digitale Technologien energieeffizienter zu gestalten. Der Link zum Kurs hier in unseren Diskursen.

Heute (27.03.2021) um 20:30: Earth Hour 2021


Heute ab 20.30 Uhr Ortszeit startet die Earth Hour #15. Am 31. März 2007 schalteten vom australischen Sydney ausgehend über 2 Millionen australische Haushalte für eine Stunde das Licht aus, als Zeichen für Klima- und Umweltschutz. Kurz vor der Umstellung auf die Normalzeit gilt die Earth Hour inzwischen als weltweit grösste Klimaschutzaktion.

Wie alt ist dieser Brunnen? (Kleiner Tipp: Falsch, noch älter...)


In der abschliessenden Folge des KOSMOS Winterkinos gibt Ulf Büntgen vom Geographischen Institut der Universität Cambridge spannende und überraschende EInblicke in die Dendrochronologie. Jahresringe als Archiv und exaktes Werkzeug, um Mensch-Umwelt-Systeme zu analysieren. Trüffel inclusive und natürlich die Antwort auf die Frage: Wie alt ist der abgebildete Brunnen in KOSMOS Winterkino Folge 8.

Weltwassertag 2021 - #ValueWater


Am heutigen "Weltwassertag" veröffentlichte die UNESCO den UN-Weltwasserbericht 2021. Die Geschichte dieses Tages hat das Bundesumweltministerium zusammengefasst. Passend zum Tag hier unsere Expeditionen zu SDG6 und SDG15.

#AlleFür1Komma5


Die Neuigkeiten zum siebenten Globalen Klimastreik am Freitag, 19.03. fasst Fridays for Future auf dieser Seite zusammen. Auch Studierende des Nachhaltigkeitsbüros, der Fridays For Future HU und Charité-Gruppe streiken wieder!

Neue Expedition online: BAGGERSEE


Wieviele Tiere und Pflanzen leben in und an einem künstlich entstandenen Baggersee? Reicht die Artenvielfalt an natürliche Gewässer? Welchen -überraschenden - Einfluss hat das Angeln auf den Artenreichtum? Willkommen bei der Expedition BAGGERSEE!

Erschienen: Newsletter des Forschungsbereichs Religiöse Gemeinschaften und nachhaltige Entwicklung an der Humboldt-Universität zu Berlin


The Research Programme on Religious Communities and Sustainable Development is an interdisciplinary hub for excellent research and policy advice in the field of religion and development. It is based at the Faculty of Theology and headed by Prof. Dr. Wilhelm Gräb and Philipp Öhlmann. We seek to actively contribute to finding solutions to the fundamental challenges of our time. We do so with a focus on religious communities in different contexts – investigating their potential to foster development, equality, social cohesion and ecological sustainability, but also analyzing their role as possible sources of exclusion and marginalization – and by continuously intensifying our international collaboration, particularly with our partners in the global South. Subscribe to our newsletter here

Nachhaltigkeit zum Streamen - KOSMOS Winterkino mit Johan Rockström


Es gab diesen Moment, in dem im Gehirn von Apollo-Astronauten ein Schalter umgelegt wurde - diesen Moment nimmt Johan Rockström zum Ausgangspunkt seiner Analyse der 17 Nachhaltigeitsziele und deren Zukunft für unsere Zukunft. Hier der Link zum Winterkino mit dem Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

HU hat neues Solardach!


Auf dem Dach der Speicherbibliothek der Humboldt-Universität haben die Berliner Stadtwerke eine Solaranlage installiert. Das Gebäude in der Wissenschaftsstadt Adlershof kann damit künftig fast ein Viertel seines Jahresbedarfs an Strom ökologisch selbst decken. Alles weitere in der HU-Pressemitteilung. Das Foto hat Mathias Völzke/Berliner Stadtwerke kurz vor Fertigstellung der PV-Anlage gemacht.

Wir müssen reden – Agrarsysteme für die Zukunft


Der Verlust an Biodiversität ist neben dem Klimawandel das größte Umweltproblem unserer Zeit. Forscherinnen und Forscher identifizieren die globale Nahrungsmittelproduktion als Hauptverursacher. Könnte die Aquaponik ein Teil der Lösung sein?

Für die Wandertaube war es schon im Jahr 1914 zu spät. Damals starb das letzte Exemplar in einem Zoo in Cincinnati in den USA. Dem Vogel wurden die großflächigen Kahlschläge in seiner nordamerikanischen Heimat und die Jagd zum Verhängnis. Seitdem folgten der Wandertaube unzählige weitere Arten. Täglich sterben etwa 150 Tier- und Pflanzenarten aus. Dieser massive Verlust an Biodiversität bedroht ganze Ökosysteme und ist neben dem Klimawandel das große Umweltproblem unserer Zeit. Fachleute sprechen vom sechsten großen Artensterben in der Erdgeschichte – verursacht von der Menschheit.

Forscherinnen und Forscher der Vereinten Nationen und der Denkfabrik Chatham House haben nun in einer Studie die globale Nahrungsmittelproduktion als Hauptverursacher von Lebensraumzerstörung und Artenschwund identifiziert. Sie warnen davor, dass ohne einen Wandel in den Anbausystemen das Artensterben weiter voranschreiten wird. Damit ist auch das menschliche Wohlergehen gefährdet, das ebenfalls von intakten Ökosystemen abhängig ist.

Die Autorinnen und Autoren nennen drei wirksame Maßnahmen, wie unsere Nahrungsmittelproduktion umweltfreundlicher werden kann: Die Ernährungsgewohnheiten ändern und weniger Fleisch essen, mehr Land für den Naturschutz reservieren und die Landwirtschaft auf Nachhaltigkeit umstellen. Dazu müssten Pestizid- und Düngemittelverbrauch drastisch sinken, der Boden nachhaltig bewirtschaftet und die Anbausysteme vielfältiger und effizienter werden.

Die Wissenschaft sucht nach Lösungen für Agrarsysteme der Zukunft, die nachhaltig sind und zugleich verlässlich und sicher Nahrungsmittel produzieren. An der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei entwickelten Forscherinnen und Forscher dafür das Prinzip der „Aquaponik“ . Das System kombiniert Fisch- und Gemüsezucht und ist dabei ressourcen-, wasser- und emissionssparend.

Könnte die Aquaponik ein Teil der Lösung sein? Diskutieren Sie mit uns.

KOSMOS-Winterkino "Verwobene Welten"


Folge 2 des Kosmos Winterkinos: Prof. Dame Mary Anne Salmond, Anthropologin der University of Auckland und der Humboldt-Universität, die Alexander von Humboldts Idee vom „Netz des Lebens” in Verbindung mit den Philosophien und komplexen Vernetzungen Ozeaniens spricht. Hier der Link.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Humboldt-Jahres zu Ehren Alexander von Humboldts 250. Geburtstag am 09.12.2019 als Abschlusslesung der Kosmos-Reihe aufgenommen und wird nun im KOSMOS-Winterkino mit Kommentaren von Dr. Theresa Frommen und Prof. Dr. Christoph Schneider der #HumboldtUni​​ neu vorgestellt.

KOSMOS Winterkino gestartet - Folge 1: „Humboldts revolutionärer Blick auf die Erde – eine Chance für das Anthropozän“


Ab sofort und an insgesamt acht Donnerstag-Abenden präsentieren wir das KOSMOS Winterkino.

Heute die Kosmos-Lesung von Klimaforscher Wolfgang Lucht vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und der Humboldt-Universität, der über die Chancen von Humboldts Ansatz für die heutige Nachhaltigkeitsforschung spricht..

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Humboldt-Jahres zu Ehren Alexander von Humboldts 250. Geburtstag am 25. April 2019 aufgezeichnet. Wir stellen Sie, ergänzt mit Kommentaren von Dr. Theresa Frommen und Prof. Dr. Christoph Schneider der #HumboldtUni neu vor. In der Veranstaltungsreihe „KOSMOS-Winterkino“ präsentieren wir jeweils eine vergangene Kosmos-Lesung, in der internationale Wissenschaftler:innen verschiedene Themen aus der Lesungsreihe Humboldts aufgreifen und diese aus aktueller Sicht behandeln.

Globaler Klima-Risiko-Index 2021 veröffentlicht


Germanwatch e.V. veröffentlichte heute den "Globalen Klima-Risiko-Index 2021". Drei Punkte: 1. Mosambik, Simbabwe und die Bahamas wurden im Jahr 2019 am stärksten von Extremwetter-Ereignissen betroffen. 2. Zwischen 2000 und 2019 waren die am stärksten betroffenen Länder Puerto Rico, Myanmar und Haiti. 3. Generell: Weniger entwickelte Länder sind stärker betroffen als Industrieländer.
Link zum Bericht von Germanwatch.
Link zum Nachhaltigkeitsziel 13 hier auf humboldts17.de

Neue Expedition online: CUBES Circle


Wie sehen nachhaltige Agrarsysteme der Zukunft aus? Das Projekt CUBES Circle setzt auf Nahrungsmittelproduktion in miteinander verbundenen, kommunizierenden und standardisierten Produktionsmodulen, den sogenannten CUBES. Alle weiteren Details hier...

Und Greta Thunberg twittert: "LIVE from #OnePlanetSummit in Paris: Bla bla nature Bla bla important..." - Das #OnePlanetSummit in Paris


Zum Jahresauftakt: Das One Planet Summit for biodiversity ("There’s no Planet B"), hier in der Berichterstattung der ZEIT, vom Spiegel und in der ARD-Tagesschau.

Hörtipp: Neuer HU-Podcast „Klimaschutz ist am Ende des Tages eine moralische Frage"


Klimageograph Prof. Dr. Christoph Schneider von der Humboldt-Universität geht mit seiner Forschungsgruppe dem Abschmelzen der Gletscher Patagoniens genauso nach wie der Ultrafeinstaubbelastung in Berlin. Die Kernfrage ist stets die gleiche: Wie beeinflussen Menschen das regionale Klima? Welche Wechselwirkungen zwischen sich verändernder Landschaft und Mensch finden statt? Im Podcast spricht Prof. Christoph Schneider über Gletscher auf dünnen Beinen, über die politischen und gesellschaftlichen Kraftanstrengungen, die es braucht, um CO2-neutral zu wirtschaften und darüber, wie man als Wissenschaftler*in nicht den Mut verliert angesichts der oft deprimierenden Forschungsergebnisse. Weitere Informationen und der Podcast hier.

humboldts17.de online


humboldts17.de, das Wissensportal Nachhaltigkeit der Humboldt-Universität zu Berlin, startete am 15.Dezember 2020.

UN-Entwicklungsprogramm UNDP veröffentlicht "Human Development Report 2020"


"Die Klimakrise. Der Zusammenbruch der Biodiversität. Versauerung der Meere. Die Liste ist lang und sie wird immer länger. Und zwar derart, dass viele Wissenschaftler denkeng dass zum ersten Mal nicht der Planet den Menschen formt, sondern der Mensch bewusst den Planeten. Dies ist das Anthropozän - das Zeitalter des Menschen - eine neue geologische Epoche." (Zitat aus dem Human Development Report 2020, veröffentlicht am 15.12.2020). Der Bericht hier (englisch), eine Zusammenfassung der DW hier.

Nachhaltigkeit - ein Modebegriff?


oder: Warum Nachhaltigkeit eine sächsische Idee war...

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ lässt sich zrückverfolgen bis ins Jahr 1713. Erstmals erwähnt wurde er vom sächsischen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz. Als Leiter des Oberbergamtes Freiberg war er für die Holzversorgung des kursächsischen Berg- und Hüttenwesens zuständig. Von Carlowitz erlebte hautnah, welche Unmengen Holz vor allem die Erzgruben und Schmelzhütten des Erzgebirges verschlangen. Und auch die wachsende Bevölkerung verbrauchte immer mehr Holz – zum Heizen, Kochen oder Bauen.

Hans Carl von Carlowitz erkannte, dass die Wälder vor diesem Raubbau geschützt werden mussten, um einen langfristigen Nachschub an Holz zu sichern und so auch den sächsischen Bergbau zu erhalten. Denn die Holzreserven waren keineswegs – wie lange angenommen wurde – unerschöpflich. Von Carlowitz rief seine Zeitgenossen auf, zugunsten der nachfolgenden Generationen umzudenken und die Holzentnahmen mit Aufforstungen auszugleichen. Seine Ideen dazu hielt er in einem Lehrbuch der Forstwirtschaft fest – dem "Sylvicultura oeconomica". Die erste Erwähnung sehen Sie in der Abbildung, mehr über die geschichte in der Rubrik "Nachhaltigkeitsziele".